Runde 5: Feindbild Islam

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Meteor1980
Meteor1980  18.07.2011, 18:37 Uhr
Nils
Nils  16.07.2011, 13:06 Uhr
Eine glückliche Welt braucht positive Visionen. Eine glückliche Welt braucht Menschen, die sich positiv engagieren. Faktisch ist unsere Welt multikulturell. Um eine glückliche Welt zu schaffen, brauchen wir ein tolerantes Miteiander aller Menschen. Ein wichtiger Wegbereiter dahin ist das Weltparlament der Religionen. Es bemüht sich um eine friedliches und konstruktives Miteinander aller Religionen.

Die große Frage ist, ob ein gewaltfreier und toleranter Islam nach dem Koran möglich ist. Im Fernsehen herrschen Bilder von gewalttätigen Islamisten vor. In der bundesdeutschen Realität dagegen bemüht sich die überwiegende Mehrheit der Moslems um eine friedliche Ausübung ihrer Religion. Der Koran selbst ist ein mystisches Buch mit vielen bildhaften Geschichten und unklaren Aussagen. Er bedarf der Auslegung, und Auslegungen können vielfältig sein. Es gibt viele verschiedene Gruppen im Islam. Es gibt keine Instanz, die eine allgemeinverbindliche Auslegung für alle Moslems vorschreibt.

Das Ziel einer Religion kann als Erleuchtung (Heiligkeit), Leben in Gott oder Aufstieg ins Paradies nach dem Tod beschrieben werden. Das Paradies ist dabei ein Ort der Liebe und des Friedens. Ein Mensch muss durch spirituelle Übungen ein Bewusstsein der Liebe und des Friedens entwickeln, damit er nach seinem Tod in die entsprechenden Bewusstseinsbereiche aufsteigen kann. Frage dich, welche Auslegung des Koran vor diesem Hintergrund richtig ist.
Talesdis
Talesdis  24.06.2011, 21:46 Uhr
Toni
Toni  17.04.2011, 21:03 Uhr
@ Dure-Samin

Es ehrt dich, dass du deine Religion freidlich interpretierst. Ich glaube auch, dass deine Bemühungen um ein friedliches Zusammenleben ernst gemeint sind. Selbstverständlich sind für mich nicht alle Moslems tickende Zeitbomben, genausowenig haben “islamische Gangs” in Berlin-Kreuzberg irgendwas mit dem Islam zu tun, das sei hier klar erwähnt.

Doch genauso wie der Hassprediger nicht allein die Auslegungsgewalt innehat und einzige Instanz des “wahren Islams” ist, fällt es mir auch schwer deine Worte als letzte gültige Wahrheit des Islams anzusehen. Du bist eben nur eine von vielen Muslimen und der Koran lässt sich -je was man gerade sehen will- ziemlich flexibel interpretieren. Die Tatsache, dass das Lager der Muslime so stark gespalten ist, ist ja der pure Beweis dafür. Ich “wage” es daher nicht eine Auslegung des Korans oder der Sunna vorzunehmen, denn dazu habe ich weder genug Wissen noch Interesse.

Doch meine Aussage, dass die Christen- und Judenfeindlichkeit dem Islam inhärent sind, habe ich nicht aus einer Laune heraus gesagt, sondern weil ich mich mit dem Thema beschäftigt habe und von mir selbst behaupten kann, genug über den Islam zu wissen, um eine solche Aussage treffen zu können. Ich bin beileibe kein Experte oder islamischer Theologe, doch ich bin nicht bereit mir von den Theologen und Apologeten -trotz besseren Wissens- ein X für ein O vorzumachen. Wenn in irgendeinem “heiligen” Text etwas negatives über irgendjemanden steht, dann wird das auch so gemeint sein, denn sonst hätte man das auch anders geschrieben. Auch Herr Hübsch, den du ja sicherlich kennen wirst, hat sich mal bei Friedmann zu solch eigenartigen Aussage hinreißen lassen. Ich finde, dass man auch irgendwo ehrlich sein sollte und man die gewalttätigen Passagen als solche anerkennt.

Du willst wissen, wie ich darauf komme, dass der Islam Christen- und Judenfeindlich ist? Dann lies doch bitte Sure 9,30 wo Christen und Juden explizit verflucht werden. Oder 3, 71 wo einfach behauptet wird, dass Christen und Juden insgeheim wüssten, dass der Islam die Wahrheit sei, aber bewusst lügen und betrügen würden. Dann gibt es dann natürlich noch die Prophetenbiographie von Ibn Ishaq und die Sunna, in denen auch nicht gerade der freundliche Umgang mit den sog. Schriftbesitzern eingeübt wird.
Nun, ich möchte jetzt nicht die Diskussion “koranisieren”, denn das bringt weder die Diskussion noch die Gesellschaft weiter. Über das was mir der Koran vorwirft, kann ich hinwegschauen, solange die Moslems aus den negativen Passagen keine aktiven Handlungsanweisung für das Leben heute ziehen.

Auf die Sache mit den Christen muss ich jedoch noch einmal kurz eingehen, weil ich deine Worte so nicht stehen lassen kann. Nach den Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen sind mehr als 75% der Menschen, die aus religiösen Gründen verfolgt werden, Christen. Daher kannst du das nicht relativieren, indem du behauptest, dass Muslime noch mehr verfolgt würden, denn das ist schlichtweg falsch. Sicherlich gibt es Moslems, die verfolgt werden, doch werden sie nicht als Moslems verfolgt, sondern aus diversen anderen Gründen (was natürlich nicht besser ist, allerdings wollen wir ja auch beim Thema bleiben). Und inwiefern sich die Christen von ihrem offiziellen Status in Pakistan etwas kaufen können, wage ich ebenfalls zu bezweifeln.
mehtap
mehtap  16.04.2011, 23:08 Uhr
@Sami: Die Sendung “Aspekte des Islam” ist eine sehr aufklärungsreiche Sendung, will dir hiermit herzlich gratulieren. Diese aufgekärte Art des Islam ist überhaupt nicht bekannt. Auch die Videos mit Hadayatullah Hübsch fand ich sehr interessant. Mein herzliches Beileid.
In vielen Gemeinden, in denen ich war, es waren überwiegend türkische/marokkanische Gemeinden, werden Ahmaddiya Muslime als Götzen oder Gotteslästerer bezeichnet bzw. als ” Wegabschneider” des “wahren Weges”. Zumindest habe ich das oft so mitbekommen. Ich kann mich sogar erinnern, dass wir Ahmaddiya Muslime gekannt haben, wir aber mit den Kindern nicht spielen durften. Woran liegt das denn? Was unterscheidet euch, außer, dass ihr glaubt, dass Mahdi schon da war, von den konservativen Muslimen? Und warum haben diese Muslime diese Vorstellung? Du kannst jetzt sagen, dass ich sie fragen soll, aber das habe ich schon, habe nie eine vernünftige Antwort bekommen, außer dass es 4 wahre Richtungen gäbe ( Hanefi, Maliki, Schafii, Hambali) und dass es eben so festgelegt ist.

Und noch eine Frage: wieso nennt ihr euch Ahmaddiya und nicht einfach auch Muslime? Trägt so etwas nicht zur Abgrenzung bei? Schon wieder eine Gruppierung, eine Gemeinde? Ich will euch nicht als Sekte bezeichnen, aber durch solche Abgrenzungen wird dieser Anschein erweckt. Abdul Ahmad Rashid, Lamya Kaddor, Hamed Abdel Samed sind auch sympathische Menschen und sind muslimischen Glaubens ohne solch einer Gemeinde zugehörig zu sein.
Dure-Samin
Dure-Samin  16.04.2011, 22:57 Uhr
sorry, hätte das unter Runde 4 posten sollen. Aber ist ja kein Gegensatz zum aktuellen Thema der Runde 5.
Dure-Samin
Dure-Samin  16.04.2011, 22:55 Uhr
Hallo Banu, bist du sicher, dass du auf den richtigen Artikel verweist? “Die Religion ist nicht das Problem” ist die Überschrift eines anderen Textes. Auf diesen wollte ich ursprünglich ebenfalls verweisen, jedoch kamst du mir zuvor. Jetzt habe ich festgestellt, dein Link führt zu einem Artikel von Patrick Bahners (welcher auch nicht schlecht ist, aber eben nicht das Frauenthema behandelt).
Hier der richtige Link:
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~EA003821576DB498D83E35AD88130F4D9~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Die Autorin Khola Hübsch ist übrigens für die Abteilung “Interreligiöser Dialog” der Ahmadiyya Muslim Jamaat zuständig.

Hallo Janus, die Verse zum Kopftuch findest du in der Runde zwei. Guck da am besten mal rein (unter Kamals Kommentar), dann muss ich mich hier nicht wiederholen.

Noch eine Anmerkung zu deiner Frage: auch wir Menschen unterliegen unseren natürlichen Trieben bzw. Neigungen; dazu gehören z.B. die Sexualität, das Essen, Trinken, Schlafen, Erwachen, der Zorn, die Aufgeregtheit usf….Diese sind uns von der Natur mitgegeben worden und diese können wir nicht unberücksichtigt lassen. Nur was Gott uns Menschen zusätzlich beschert hat, ist die “Vernunft” und das wiederum unterscheidet uns von der Tierwelt. Der Islam lehrt diesbezüglich, dass der Mensch seine Leidenschaften nach dem Gesetz Gottes richten soll. Dh., er muss lernen, seine Triebe zu mäßigen und sie bei passender Gelegenheit anzuwenden. So werden natürliche Eigenschaften des Menschen zu moralischen Eigenschaften. Wenn wir dies trotz unseres “Verstandes” nicht tun, sind wir “tierischer als jedes Tier”. Man kann dem Sexualtrieb so wenig freien Lauf lassen wie auch anderen körperlichen Bedürfnissen, denen wir unterliegen. Und damit meine ich absolut nicht, dass Gott etwas in die Natur des Menschen eingepflanzt hat, das er selbst verbietet. Es gibt dem Islam nach kein Widerspruch zwischen Wort und Tat Gottes. Demnach gibt es z.B. kein Mönchstum im Islam. Gott verbietet die Sexualität ja nicht als Solche, sondern lehrt, sie vernunftgemäß anzuwenden, indem bestimmte Schranken eingehalten werden.

Hallo Toni, ich kann vollkommen verstehen, dass dich die Christenverfolgung auf die Palme bringt. Und ich finde das mindestens genauso schlimm wie du! Aber die meist Verfolgten von den Muslimen sind heute die Muslime selbst. Das zeigen Beispiele in Indonesien und Pakistan. Die Ahmadis in Pakistan sind dort für vogelfrei erklärt (das sind die Christen dort Gott sei Dank nicht). Aber überlege mal, ich als Ahmadi weiß um diese Verfolgung und mache trotz allem nicht den Islam dafür verantwortlich. Ich tue es nicht, da du mit dem Islam solche Untaten nicht rechtfertigen kannst! Ich gebe dir absolut Recht, dass es sog. “islamische” Geistliche gibt, die Gewaltexzesse anordnen. Ich gehe noch weiter und verrate dir, dass sie dabei irgendwelche Koranverse verdrehen und den ungebildeten Menschen damit das Paradies im Jenseits versprechen. Im Koran jedoch findest du keinen einzigen Vers, der sinnlose Gewalt lehrt. Leider hat der aufgeklärte – und damit meine ich den ursprünglichen Islam – in diesen Ländern keine Chance, wenn sog. “islamische” Mullahs weiterhin als Hassprediger in Unwesen treiben dürfen. Und hierzu müssen als erster Schritt Staat und Religion getrennt werden, was auch absolut dem islamischen Gerechtigkeitsgedanken entsprechen würde.
Wie kannst du behaupten, die Christen- und Judenfeindlichkeit sei dem Islam inhärent, wenn der Koran doch sagt: “Wir gaben Moses fürwahr das Buch und ließen Gesandte folgen in seinen Fußstapfen; und Jesus, dem Sohn der Maria, gaben Wir offenkundige Zeichen und stärkten ihn mit dem Geiste der Heiligkeit.” (Sure 2: Vers 88), “Sprecht: ‘Wir glauben an Allah und was zu uns herabgesandt worden, und was herabgesandt ward Abraham und Ismael und Isaak und Jakob und (seinen) Kindern, und was gegeben ward Moses und Jesus, und was gegeben ward (allen andern) Propheten von ihrem Herrn. Wie machen keinen Unterschied zwischen ihnen; und Ihm ergeben wir uns.’ ” Der Muslim wird dazu angehalten an alle von Gott gesandten Propheten zu glauben; unabhängig davon welche Religion sie mitbrachten! Allah erklärt im Koran, er hat sich zu allen Zeiten an alle Volksgruppen gewandt und ihnen Lehren zukommen lassen, die auf ihre Bedürfnisse und jeweilige Situation abgestimmt waren. Weiterhin lehrt Gott im Islam, er habe nie ein Volk – auch im abgelegensten Winkel der Erde – ohne Führung gelassen:”Und in jedem Volke erweckten Wir einen Gesandten (der da predigte):’Dienet Allah und meidet den Bösen” (Sure 16: Vers 37). Selbst Propheten der Hindus und Buddhisten (Krishna, Buddha) sind im Islam als Propheten anzuerkennen und zu respektieren. Wie kann ein Muslim nach dieser Lehre andere Volksgruppen verabscheuen? Nirgends im Koran steht, Christen und Juden seien Affen und Schweine und deshalb nicht zu respektieren! Das wäre ein Widerspruch zu den vorangegangen Versen! Kein Wunder, dass du der islamischen Lehre gegenüber dermaßen abgeneigt bist, wenn du derart Lehren dem Koran zuschreibst! Es gibt insgesamt 3 Verse im Koran (Vers 66 der Sure 2, Vers 61 der Sure 5 und Vers 167 der Sure 7, größtenteils im Zusammenhang mit der Geschichte zu Zeiten Mose, in welchen Gott zu den Juden sagt, weil sie Ihm nicht gehorchen wollten und trotzig waren: “Seid denn Affen, Verachtete.” und anderenfalls “…denen er zürnt und aus denen er Affen und Schweine gemacht hat”. Das ist eine Schelte an die Juden damals, da sie Gott in bestimmten Fällen nicht Folge leisteten (als sie z.B. das Sabatgebot übertraten oder sich ein Kalb zum Gott nahmen etc.; der “Affe” steht als Symbol für Nachahmen anderer vorangegangener Völker, die ebenfalls widerspenstig Gott gegenüber waren und und das “Schwein” als Verfall der moralischen Werte). Wie bringst du das in Zusammenhang damit, dass der Islam Hass gegenüber Christen und Juden schürt?? Wie oft nimmt der Koran Bezug auf den erbärmlichen Zustand der Menschen, an die der Islam sich zuerst wandte! Und weshalb steht im Koran geschrieben:”Wahrlich, die Gläubigen und die Juden und die Christen und die Sabäer – wer immer (unter diesen) wahrhaft an Allah glaubt und an den Jüngsten Tag und gute Werke tut -, sie sollen ihren Lohn empfangen von ihrem Herren, und keine Furcht soll über sie kommen, noch sollen sie trauern.” (Sure 2: Vers 63)? Kurz: der Islam ist die einzige Religion, die alle andere Religionen anerkennt und allen Propheten gleichermaßen einen hohen Status verleiht.

Ja, wir sind eine Minderheit. Aber so verschwindend gering sind wir nicht! Wir machen ca. 1 % der Muslime in Deutschland aus und besitzen über 10 % der Moscheen in Deutschland. Wir treten offen in den Dialog mit den Menschen. Wir stehen zu unserem Glauben und wollen den Menschen die wahren Lehren des Islam erläutern, welche ganz und gar nicht mit Gewalt in Verbindung stehen. Es sind zumeist Minderheiten, die Revolutionen schaffen und Veränderungen bewirken und damit eine große Mehrheit erreichen. Und da wir auf interreligösen Dialog setzen und überall in den deutschen Städten Veranstaltungen organisieren, kommt es zu Begegnungen mit einer größeren Anzahl von Interessierten. So hoffe ich z.B., dass der Artikel in der FAZ (s. oben) viele Leser erreicht.

Übrigens sind in Deutschland die wenigsten Muslime in Verbänden organisiert. Es heißt oft genug hier im Forum, dass Muslime sich dies und jenes nicht trauten, da ihre jeweilige Organisation sie abschotte. Viele Muslime beteiligen sich auch auf ihre eigene Art und Weise an Dialogen mit Andersgläubigen; sie gehören oft keinen Verbänden an.

Es tut mir leid, dass ich teilweise sehr ins Detail gehe und sogar Verse aus dem Hl. Koran anführe, aber eure Fragen nehmen eben Bezug auf den Koran und dann muss ich entsprechend antworten und meine Aussagen belegen. Ich versuche stets nur auf das Wichtigste einzugehen, hoffe aber dennoch wenigstens einige Missverständnisse ausräumen zu können.
Sami.K
Sami.K  16.04.2011, 16:08 Uhr
Die Sendung “Aspekte des Islam” gibt es schon seit über 10 Jahre und wird bis heute einmal im Monat auf TIDE TV (der Bürgerkanal Hamburg) LIVE ausgestrahlt. Die Idee war es über aktuelle und wichtige Themen zu diskutieren. Zuschauer haben die Möglichkeit während der Sendung Fragen zum Thema an die Gäste zu stellen. Dies können sie per Telefon oder Email tun. Themen der letzten Sendungen waren z.B.: - Die Frau im Islam - Gehört der Islam zu Deutschland? - Staatsvertrag und Islamunterricht uvm. Die Sendung heißt zwar Aspekte des Islam, es werden aber auch Gäste aus dem Juden- sowie Christentum eingeladen. Um einen besseren und eigenen Überblick zu erhalten würde ich vorschlagen, dass ihr euch unseren Youtube Kanal anschaut:

Die Sendung wird per LIVE Stream im Web ausgestrahlt, so dass auch Menschen außerhalb Hamburgs die Möglichkeit haben diese zu sehen. Die nächste Sendung wird am 02. Mai 2011 um 21:00 Uhr stattfinden. Ich werde dies dann aber noch rechtzeitig hier posten.
Sami.K
Sami.K  16.04.2011, 14:20 Uhr
Zunächst einmal eine kleine Berichtigung. Meine Mutter ist katholisch erzogen worden und hat vor 30 Jahren den Islam angenommen. Sie hat arabisch lesen gelernt und meinen Geschwistern und mir das beigebracht.
annabel
annabel  16.04.2011, 08:11 Uhr
Hallo Sami, das ist eine interessante Sendung, ich wüßte gerne mehr darüber. Seit wann gibt es das, was ist die Idee dahinter und was Deine eigenen Erfahrungen mit dem Ansehen des Islam. Ich glaube die Menschen haben nicht wirklich Angst vor einzelnen Muslimen und es ist auch Unsinn, immer pauschal zu sagen DIE Medien. Es gibt wirklich radikale absscheuliche Typen wie diesen Pierre Vogel, die überall Hetze verbreiten und er ist ja nicht einmal Ausländer, sondern konvertiert. Mir machen diese bärtigen Typen Angst, weil sie fanatisch und gewaltätig sind. Was haltet ihr Muslime bei talk to the enemy denn von solchen Typen?
katrin
katrin  15.04.2011, 21:50 Uhr
NEUES: Ist der Islam zum neuen Feindbild geworden? Nicht nur in Deutschland – europaweit hetzen rechtsradikale Gruppen heute gegen Muslime und sie nutzen dabei gezielt das Internet. Ein Hetzvideo des Youtube Kanals “Deutsches Reich. Stopfer93″ haben wir in der rechten Sparte als Gastvideo gepostet. Schlimme Hetze, aber wir denken, wenn wir uns ein echtes Urteil bilden wollen, muß so etwas auch gezeigt werden. /// Unser muslimischer Vblogger Sami moderiert in seiner Heimatstadt Hamburg die Sendung “Aspekte des Islam” – auch er hat in seiner Sendung das Thema “Angst vor dem Islam” debattiert. Sami hat übrigens eine christliche Mutter und einen muslimischen Vater (schaut in seine Biographie oben rechts auf der Seite). /// Banu debattiert mit zwei amerikanischen Studenten über den Islam in den USA. /// Daß der Islam in Deutschland oft als rückständig wahrgenommen wird, liegt nach Ansicht von Islamwissenschaftler Abdul Ahmad Rashid auch daran, daß die Muslime noch keinen deutschen Islam entwickelt haben, sondern oft noch sehr orthodoxen Vorstellungen anhängen, die sie aus ihren Heimatländern mitgebracht haben. ///