Runde 3: Wie lebt ihr Religion?

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mehtap
mehtap  7.04.2011, 12:05 Uhr
bei Runde 2 konnte ich das letzte Video von Kamal nicht sehen und irgendein Video von Barino…
Muslima-Aisha
Muslima-Aisha  7.04.2011, 05:52 Uhr
@ Kamal…danke für die Antwort, aber meine Frage stand schon da bevor Katrin etwas dazu gesagt hat ;)
Sabine
Sabine  6.04.2011, 22:45 Uhr
@mehtap, welche Videos meinst Du. eigentlich sollten alle videos sichtbar sein. Ich habe eigentlich alle frei geschaltet.
mehtap
mehtap  6.04.2011, 20:45 Uhr
warum sind einige videos privat? brauch ich dafür eine extra einstellung oder ist es von den personen so gewollt, dass manche videos für andere nicht zugänglich sind?
Kamal
Kamal  5.04.2011, 22:58 Uhr
kurze Berichtigung zu Punkt 2. : die Kreuzigung ! (und nicht Kreuztod) überlebt hat
Kamal
Kamal  5.04.2011, 22:11 Uhr
@Aisha: ja, ich bin ein Ahmadi Muslim; hat ja Katrin eben schon ausgeführt.

@Annabel: Die Ahmadiyya Muslim Jamaat ist eine Reformbewegung im Islam. Dabei berufen wir uns allein auf die Essenz des Islam, also den Koran und den Heiligen Prophten Muhammad (saw). Die Ahmadiyya Muslim Jamaat ist weder eine neue Religion, noch eine Ergänzung zu einer alten. Zwei Merkmale “heben ” uns von den übrigen Strömungen im Islam ab:

1. Wir glaube, dass der von allen Weltreligionen verheißene Reformer der(der Messias und Mahdi)-der die Welt durch sein Wirken zum Frieden führen wird- , bereits gekommen ist.
2. Der Prophet Jesus (Friede sei auf ihm) den Kreuztod überlebt hat und eines natürlichen Todes im heutigen Kashmir verstarb. (diesen Punkt könnte man ja zu Ostern aufgreifen)

@Kritiker: werde ordungshalber in Runde 2 demnächst eine Frage an die christlichen Teilnehmer bzgl. dem Kopftuchgebot im Christentum stellen.

wünsche euch allen noch eine geruhsame Nacht !
katrin
katrin  5.04.2011, 17:45 Uhr
AUF DEN PUNKT GEBRACHT: Ein Stück muslimischen Alltags zeigt Kamal einer Schülergruppe, die er durch die Moschee seiner Gemeinde führt (Video oben) Kamal und seine Frau Dure-Samin (Ihr Kommentar steht weiter unten) gehören zur Ahmadiyya Bewegung, verstehen sich als reformorientierte Muslime. In Pakistan, ihrem Heimatland, werden Ahmadiyya-Anhänger verfolgt. Unter “WIKI” haben wir zusammengefasst, was Ahmadiyya sind. WIKI ist unsere Rubrik, in der wir Fakten sammeln. /// Das Kopftuch, Symbol auch im Streit um den Islam in Deutschland ist auch für Muslime ein Symbol. Für einige Muslima ist es eine Möglichkeit, ihre Religiösität zum Ausdruck zu bringen (Aisha zeigt das in ihrem Video, Kamal hat eine Muslima dazu befragt). Daß manche Mädchen und Frauen dazu gezwungen werden, zeigt sich in der Aussage von mehtap, die berichtet, daß sie schon als kleines Mädchen Kopftuch tragen mußte. Ist die Verhüllung der Frau frauenfeindlich oder – freundlich? Darüber debattieren wir in der nächsten Runde weiter. Dann fragen wir: Braucht die Religion eine sexuelle Revolution?
mehtap
mehtap  5.04.2011, 17:03 Uhr
@ Dure Samin:
„Eine Kopftuchträgerin möchte also zunächst als Muslimin erkannt werden. Sie will zeigen, dass sie sich bestimmten religiösen Werten verpflichtet fühlt und nicht auf ihr äußeres Erscheinungsbild reduziert werden möchte.“

Die Frage ist doch: Ist das überhaupt in der Realität noch möglich? So viele Kopftuchträgerinnen erregen mehr Aufmerksamkeit als die ohne Kopftuch. Durch die entstandene Kopftuch-Mode ziehen sie mehr Blicke auf sich. Sie haben bunte Kopftücher, überschminken sich und die Röcke werden immer kürzer, was mich persönlich sehr verblüfft hat. Es kann also nicht sein, dass sie nicht auf ihr Aussehen reduziert werden möchten. Ich glaube eher, dass die meisten von ihnen nicht einmal hinterfragen, was dieses Kleidungsstück bedeutet.
Es hängt daher vom Menschen selbst ab, ob man als Objekt gelten möchte oder nicht.
Ich denke durch diese Art des Kopftuchtragens, dass Kopftuch seinen eigentlichen Zweck daher nicht mehr erfüllt bzw. auch nicht mehr erfüllen kann und dass dieser religiöse Brauch in den nächsten Jahrzehnten zumindest in Europa und evtl. später auch im arabischen Raum aussterben wird. Das zeigt uns die heutige Art des Kopftuchtragens.Denn eine solche Gefahr für die Frau, wie damals oder heute möglicherweise in den muslimischen Entwicklungsländern, geht nun mal in Deutschland nicht aus.

Ob eine Frau sich einer Brust-OP unterzieht oder Falten mit Botox bekämpft und dabei ihr ganzes Gesicht zerstört oder Eingriffe der Art (außer in Ausnahmesituationen) schon krankhaft sind, darüber brauchen wir uns wirklich nicht zu unterhalten. Diese Art Preisung der Frau ist selbstverständlich nicht hinzunehmen und mindestens genauso zu kritisieren, wenn nicht mehr. Das schließt jedoch die Kritik bezüglich des Kopftuches nicht aus.

Aber ob Ausziehen oder Bedeckung der Frau, beides sexualisiert die Frau, die Frau als Mensch und als Individuum wird nicht wahrgenommen. Es sind Extreme, die zwar auf verschiedene Arten stattfinden und in den Alltag eingebaut werden, aber der Kern ist gleich. Beide Male wird die Frau absichtlich an- oder ausgezogen. Ich frage mich und ärgere mich und es macht mich traurig, warum wir Frauen uns das selbst antun.

„Mit dem Kopftuch soll die ehrbare Stellung und Würde der Frau in einer Gesellschaft betont werden.“

Eine Frau kann also ohne Kopftuch auch ehrbar sein, aber trotz allem „soll“ dies betont werden. Das ergibt gar keinen Sinn. Wenn eine Frau auch ohne Kopftuch respektiert werden und ehrbar sein kann, ist die Verschleierung überflüssig. Und wenn doch nicht, dann ist sie ohne nicht ehrbar.
Diese Art Unterstreichen von der „Frau“ ist schon eine Diskriminierung. Sowohl für den Mann als auch für die Frau. Frauen und Männer sind unterschiedlich, das ist kaum zu bestreiten, beide sind jedoch schöne Wesen. Also wenn eine Bedeckung notwendig ist, dann daher für beide Geschlechter. Die Ehre und die Würde des Menschen sind wichtig, nicht aber nur die der Frau oder die des Mannes, dabei gibt es zwischen beiden Geschlechtern keinerlei Unterschiede.
kritiker
kritiker  5.04.2011, 13:12 Uhr
@Dure Samin: Das ist sehr interessant, was du schreibst. Aber wo steht, daß Christinnen sich bedecken müssen? Und: Es kommt doch auf den Alltag an und ich sehe das im Alltag als Problem an. Vielleicht geht es nur Europäern so, aber als Deutscher Mann vermittelt es mir ein grusliges Gefühl, wenn ich eine voll verschleiert Frau durch die Kölner Innenstadt gehen sehe, ein einziges schwarzes Tuch, aus dem nur ein paar Augen hervorlugt. Oder noch schlimmer Burka, ein Gitter vor den Augen. Jetzt kannst du argumentieren, das ist aus der Tradition des Landes entstanden, Afghanistan ist staubig etc. Aber warum tragen sie es dann hier? Bei aller Toleranz, Kopftuch finde ich ok, Vollverschleierung ist abstoßend.
mehtap
mehtap  5.04.2011, 12:30 Uhr
“muslime stellen in deutschland eine minderheit dar……..”
“…, dass die muslime in der ethikkomission ohren platz finden” sollte es heißen :)
mehtap
mehtap  4.04.2011, 22:50 Uhr
@Barino: zum Thema: Ist der Islam Teil dieser Gesellschaft? Stimme dir zu und möchte noch etwas beitragen.
Die Muslime sind tatsächlich Teil dieser Gesellschaft. Sie leben hier. Jedoch heißt es nicht, dass islamische Verbände tiefer integriert werden müssten. Wieso denn auch? In Deutschland sind nur fast 4 Millionen Muslime von 80 Millionen Menschen. Das sind ca. 5% der Bevölkerung. Muslime stellen in Deutschland eine Minderheit, dazu gehören auch jüdische, buddhistische und andere Glaubensgemeinschaften. Und da sie nicht repräsentativ sind und es sich um Minderheiten handelt, kann man nicht verlangen, dass der Islam in der Ethikkommission ihren Platz findet. Dann müsste man alle Religionsgemeinschaften einladen. Das wäre eine Minderheitenpolitik und damit, wie schon gesagt, nicht repräsentativ.

@annabel: Du hast Recht. Das tut diese Religion nicht. Jedoch gibt es genauso wie es Toleranzbürger gibt auch Ignoranten.
Ich hoffe, ganuso wie du, dass Muslime in Europa eine Möglichkeit finden, damit sich der Islam zu einer aufgekärten Religionsgemeinschaft entwickeln kann.
@suna: Das stimmt zwar, dass es verschiedene Gründe gibt, aber, wenn eine Frau das Kopftuch als Symbol versteht, hat sie als Muslimin ihre eigene Auslegung dieser Religion nicht verstanden. Das bedeutet wiederum, dass das Kopftuch als politisches Symbol verstanden werden kann, demnach hätten die türkischen Politiker, die ein Verbot für Kopftuch fordern, auch Recht.
Kamal
Kamal  4.04.2011, 22:37 Uhr
Ich bin Kamals Ehefrau. Ich habe meinem Mann gesagt, auf die Kopftuch-Thematik gehe ich am besten mal eine Frau näher ein.

Über das Kopftuch kann Mann/ Frau denken, was seiner/ ihrer Meinung nach stimmen mag. Aber für mich als Muslimin und Kopftuchträgerin ist das ein nicht ganz unwichtiges Thema.
Der Koran geht in zwei Versen auf die Bekleidung der Frau ein. Es ist mir wichtig, dass wenn ich mich zu religiösen Geboten äußere, diese auch belegen kann. Ohne Beleg kein Argument. Zum einen sagt der Koran:“…Sie sollen ihre Tücher tief über sich ziehen, damit sie ERKANNT und NICHT BELÄSTIGT werden.“(Sure 33: Vers 60) und zum anderen heißt es, dass zu den Frauen gesprochen werden soll, dass sie “…ihre Keuschheit wahren sollen und ihre Reize nicht zur Schau tragen sollen.“ (Sure 24: Vers 32). Dies erst einmal zur „religiösen Pflicht“, die Barino in seiner Aussage in Runde 2 weiter unten erwähnt hat. Alle religiösen Rechte und Pflichten im Islam entspringen dem Koran. Es gibt sicher sunnitische Lehrmeinungen zu bestimmten Themen. Aber dann gibt es noch schiitische, alevitische ff. Lehrmeinungen. Es gibt über 70 Gruppierungen, die oft ihre eigenen und untereinander teilweise widersprüchliche Auslegungen haben. Und dann lassen sich die Gruppierungen wiederum in Untergruppierungen einteilen. Sinnvoller daher ist es, bei Diskussionen den Koran als gemeinsame Basis heranzuziehen. Dieser ist zumeist selbsterklärend.
Eine Kopftuchträgerin möchte also zunächst als Muslimin erkannt werden. Sie will zeigen, dass sie sich bestimmten religiösen Werten verpflichtet fühlt und nicht auf ihr äußeres Erscheinungsbild reduziert werden möchte. Mit dem Kopftuch soll die ehrbare Stellung und Würde der Frau in einer Gesellschaft betont werden. Wenn wir einmal die Stellung der Frau in den letzten Jahrhunderten bis dato Revue passieren, finden wir heraus, dass Frauen schon immer zum Sexualobjekt degradiert worden sind und keine oder wenig Rechte hatten (auf das Thema Frauenrechte Islam gehe ich nicht ein, da sich hierzu bereits Bruder Sami geäußert hat und Kamal dabei ist ein Video zu diesem Thema zu posten). Diesem Zustand hat der Koran einen Riegel vorgeschoben, indem er den Frauen nicht nur ihnen zustehende Rechte anerkannt hat, sondern sie dazu aufgefordert hat, ihre weiblichen Reize nicht öffentlich zur Schau zu stellen, um nicht zum Lustobjekt einer Männergesellschaft zu werden.

Die Wahrung der Keuschheit bezieht sich nicht darauf, dass die Sexualität im Islam unterdrückt oder gar abgelehnt wird! Der Islam ist keine prüde Religion; z.B. gibt es ja auch kein Mönchstum im Islam. Vielmehr ist Keuschheit eine Tugend im Islam, welche darauf abzielt, dass eine natürliche Scham und Respekt gegenüber dem anderen Geschlecht aufrechterhalten wird. Und nicht mehr und nicht weniger! Es handelt sich hierbei um keine absurde Geschlechtertrennung, nach der eine Frau einen Mann nicht nach dem Weg fragen darf oder in der Berufswelt Mann und Frau Kommunikationsverbot haben. Der Islam besagt lediglich, dass natürliche Triebe des Menschen eben vom Menschen selbst gesteuert werden müssen. Ich bin Herr/in meiner Triebe und nicht andersherum! Und demnach missbilligt der Islam eine schrankenlose Freizügigkeit im Namen der Sexualität. Flirts oder verführende Blicke, um die Aufmerksamkeit des anderen Geschlechts auf das Sexuelle zu lenken, entspricht somit nicht dem islamischen Keuschheitsgedanken. Um das Gebot des Kopftuchs zu verstehen, muss also erst auf die dahinterliegende Philosophie eingegangen werden (die ich jetzt leider nur kurz anreißen konnte). Das Keuschheitsgebot gilt übrigens auch für Männer (s. Sure 24: Vers 31) und damit verbunden ist ebenfalls eine geziemende Art und Weise der Bekleidung. Eine Zwangslage besteht für die muslimische Frau nicht! Im Koran heißt es ausdrücklich: „Es soll kein Zwang sein im Glauben.“ (Sure 2 : Vers 257). Wenn eine Frau sich gegen das Kopftuch entscheidet, so muss auch diese Entscheidung respektiert werden! Und Nein, der Koran deklariert diese Frauen nicht als morallos. Aber andersherum möchte natürlich auch eine Kopftuchträgerin akzeptiert werden und nicht ewig als das kleine „Dummchen“, das vom bösen Bruder, strengen Vater und herrischem Ehemann zum Kopftuch gezwungen wurde, in die Ecke der Entrechteten gedrängt werden. Da frage ich mich, wo bleibt der Respekt vor diesen Frauen, der muslimischen Männern von einer großen Mehrheit hierzulande abgesprochen wird?!
Eine bestimmte Tragweise der Kopfbedeckung für die Frau wird nirgends festgelegt. Von Marokko bis Indonesien, von Europa bis Afrika, Asien gibt es allerlei verschiedene Tragevarianten. In Pakistan wird das Kopftuch anders getragen als beispielsweise in der Türkei. Von schwarz-kariert bis babyrosa gibt es keine Einschränkungen in der auszuwählenden Farbe. Und das alles ist gut so, zudem es die kulturelle Vielfalt der Länder widerspiegelt.

Ich wundere mich auch darüber, dass stets die koranischen Lehren in Bezug auf die Kopftuch-Thematik angegriffen werden. Dabei gibt es in den allermeisten Religionen Gebote zur Kopfbedeckung. Nur wird heutzutage dieses Gebot im Islam am sichtbarsten gelebt. Viele Hindu – und Sikh-Frauen tragen heute noch Kopftücher. Und auch im Juden- und Christentum gibt es Kopftuchgebote, ob Mann/ Frau es glauben will oder nicht. Auch hierzu kann jeder seine eigene Meinung preisen und schlussfolgern, Kopftuchgebote wären ja alle von Männern erfunden. Nur denke ich dabei, dass vielen Männern leicht bekleidete Frauen doch fast lieber sind als bedeckte. Und dieser Tatsache tragen auch die Werbemaßnahmen Rechnung.

Gruß an alle Teilnehmer
Dure-Samin
annabel
annabel  4.04.2011, 22:02 Uhr
@mehtap. aus deiner geschichte ziehe ich persönlich folgenden Schluss: Wir deutschen Toleranzbürger akzeptieren Zustände, die sich mit unseren Auffassungen von Mneschenrechten nicht vereinbaren lassen. Diese Form der Religiösität gehört definitv nicht nach Deutschland und auch nicht nach Europa. Die Muslime müssen selbst dafür sorgen, daß hier ein aufgeklärter Islam gilt.
Barino
Barino  4.04.2011, 21:16 Uhr
@annabel: Du sagtest: “Orthodoxe Juden und Christen geben Frauen ja auch nicht die Hand und je gläubiger sie sind, desto mehr scheinen die für Geschlechtertrennung einzutreten” Das stimmt einfach nicht. Ich bin selbst orthodoxer Christ und bin in einer orthodoxen Gemeinde aktiv. Woher holst du dir deine Informationen??? Zum Thema: Ist der Islam Teil dieser Gesellschaft? Natürlich nicht. Muslime sind dagegen sehr wohl Teil der Gesellschaft und das ist auch gut so. Man muss aber differenzieren zwischen den Muslimen als Menschen und dem Islam als Glaubensgerüst und Ideologie. Ein kleines Beispiel auf das ich beim Radiohören aufmerksam geworden bin. Es ging um eine Ethikkommission zum Thema Atomkraft. Eingeladen waren Menschen aus Politik, Gesellschaft und Kirche. Islamische Verbände als solche waren nicht expliziet dabei (im Übrigen auch keine jüdischen, buddistischen oder sonstigen Glaubensgemeinschaften sondern ausdrücklich nur die Kirche). Dies zeigt, dass auch im praktischen Leben der Gesellschaft der Islam nicht Teil der Gesellschaft ist. Das kann man jetzt gut oder schlecht finden, aber es ist erstmal ein Fakt. Wenn unser Bundespräsident Herr Christian Wulff sagt, dass der Islam Teil von Deutschland ist, dann würde ich von ihm als Moslem auch verlangen, dass er sich dafür einsetzt, dass islamische Verbände Tiefer integriert werden. Ansonsten ist dies doch nur heiße politische Luft die geblasen wird.
Suna Berlin
Suna Berlin  4.04.2011, 19:29 Uhr
es gibt verschiedene gründe warum frauen kopftücher tragen, oder? bei einigen, soweit ich weiß, ist es einfach nur ein symbol für den muslimischen glauben, ohne damit direkt andeuten zu wollen ” du bist ein tier,mann, ich muss mich vor dir verhüllen, sonst frisst du mich”. einige frauen tragen das kopftuch nur um damit zu signalisieren: ich bin muslima. es ist in solchen fällen eine frage der identität, weniger eine geschlechterfrage. ich finde allerdings, man sollte ganz unbedingt einigen hübschen männern auch ein kopftuch aufsetzen dürfen…die debatte über das kopftuch ist besonders hier in der türkei sehr interessant weil damit gleich rückständigkeit und politischer islam in verbindung gebracht wird. ich möchte aber nochmal auf den link hier verweisen: http://www.tagesschau.de/inland/muslimeinternet100.html da steht auch ein bisschen zum selbstbewussten islam europäischer menschen, und dass das kopftuch durchaus mit bauchfrei kombiniert wird….etc.
mehtap
mehtap  4.04.2011, 18:50 Uhr
eehm sollte “Das sind evtl. Ausnahmen in einer Gemeinde” heißen…
mehtap
mehtap  4.04.2011, 18:45 Uhr
@annabel:
Den Grund, warum die Frauen eine Kopfbedeckung bis zur Brust tragen müssen, hat uns die Aisha auch schon erläutert. Ihre Aussage “Frauen machen fitna” bedeutet soviel wie, dass sie Unruhestifterinnen sind und deswegen Allah diese Maßnahmen ergreifen musste.
Ich habe von meinem 5. bis zu meinem 19.Lebensjahr auch aus diesem Grund einen Kopftuch getragen. Ich kann mich sogar erinnern, dass ich mit 5 Jahren nicht mehr meinen Lieblingsrock tragen durfte, weil er mir nur bis zur Knie ging. Und obwohl ich immer Strumphosen anhatte, waren meine restlichen Beine unterhalb zu sehen und so empfanden manche dies als Erregung des männlichen Geschlechts. Somit wurden meine Kindheit und die von vielen anderen kleinen Mädchen schon im Kindesalter sexualisiert. Das ist evtl. eine Ausnahme. Trotz allem hat das Kopftuch eine enorme Aussagekraft über die Frau. Sie ist und bleibt ein Objekt.
Männer wurden mit gottgegebenen Trieben erschaffen. Damit diese sexuellen Triebe der Männer die Frau nicht gefährden können, gibt es eine Möglichkeit, nämlich die der Bedeckung.
Es git aber auch viele Islamgelehrte, die meinen, dass diese Suren in unserer Zeit keine Gültigkeit besitzen, da ja keine solche Gefahr der Vergewaltigung ausgeht. Da aber der Koran als ein “für jede Zeit gültiges heiliges Buch” gilt, gehen die Meinungen der Interpreten auseinander.
annabel
annabel  4.04.2011, 14:38 Uhr
@Kamal, das würde mich auch interessieren, was sind Ahmadiya, Eingeweihte scheinen ja sofort zu wissen …

Das mit der Geschlechtertrennung ist doch mehrwürdig, auch in den anderen Religionen. Orthodoxe Juden und Christen geben Frauen ja auch nicht die Hand und je gläubiger sie sind, desto mehr scheinen die für Geschlechtertrennung einzutreten. Ich dachte, Religion ist ein moralisches Gerüst für den Menschen, sie (vor allem Männer) scheinen sich selbst aber eher als Tiere zu sehen, die ihre Triebe nicht im Griff haben, oder warum müssen sich Frauen Zelte umhängen um ja nicht Begierden zu wecken???? Wirft kein gutes Licht auf streng religiöse Menschen.
Banu
Banu  4.04.2011, 14:36 Uhr
@heinz Um Gottes Willen:), bloß nicht… sag mal, suchst Du Dir deine Religion nach dem Innenarchitekten aus? Also, ich für meinen Teil finde die Kirchen viel gemütlicher und andächtiger. In der Moschee riecht es doch nach Fuß, das hat er Dir unterschlagen:) Ich war schon in vielen Kirchen, finde Sie eigentlich sehr schön, zB die Fenster mit den Geschichten, was mir jedoch nicht gefällt ist, dass zB der Kölner Dom so riesig ist, deswegen habe ich mich auch gegen ein Ingenieursstudium in Köln entschieden, obwohl es die einzige Möglichkeit in D war… Ich finde den KDom gruselig, ich war mal dadrin, da habe ich Angst bekommen… Ich habe aber auch etwas Höhenangst… Aber zum Beispiel die Sagrada Familia in Barcelona ist ein sehr schöner Dom. Es gibt etliche weiter Beispiele. In der Blauen Moschee in Istanbul war ich auch schon, die ist von der Architektur auch schön. Ich mag Ornamente.
Suna Berlin
Suna Berlin  4.04.2011, 14:26 Uhr
@ kamal: aber in der moschee wird immer noch nach geschlecht getrennt gebetet, oder? vielleicht nicht nach rang/status bzgl arm reich, aber geschlechtertrennung besteht schon, richtig? aisha fragt, ob du der ahmadiya gemeinde angehörst. wenn das so sein sollte, kannst du uns ein bisschen mehr darüber erzählen. ich weiß nicht viel darüber, außer was ich googeln könnte….danke
Suna Berlin
Suna Berlin  4.04.2011, 14:21 Uhr
heinz
heinz  4.04.2011, 09:24 Uhr
Wenn ich mir das Video so anschaue, dann ist mir klar, warum der Islam attraktiv ist: so eine Moschee ist um so viel einladender und gemeinschaftlicher als eine Katholische Kirche mit ihren harten Holzbänken und ihren riesiegen Gewölben – alles auf Hiearchie und Macht angelegt. Ich glaube eher, das Christentum – zumindest der Katholizismus – ist nicht mehr zeitgemäß, als daß der Islam nicht nach Deutschland passt. ein moderater, rücksichtsvoller integrierter Islam passen durchaus in unser Land – warum denn nicht?

Zu den Vorfällen in Afghanistan: Geht es hier um Glauben und Religion? Ich meine, es ist klar, daß die Koranverbrenner gestörte Persönlichkeiten sind (Typus Hasser) und die, die in Afghanistan Menschen ermorden, weil irgendwo in den USA jemand den Koran verbrennt, sind völlig durchgedrehte, boshafte Fanatiker. Was aber ist der Bodensatz, auf dem sie agieren – schließlich werden beide Aktionen irgendwie von der jeweiligen Bevölkerung geduldet, oder?
Muslima-Aisha
Muslima-Aisha  3.04.2011, 21:36 Uhr
@ Kritiker, es wird ein Video folgen, was Deine Fragen beantworten wird inshALLAH(so Gott will)!?! @KAMAL Akhi kann es sein das Du AHMADIYYA bist?!
kritiker
kritiker  3.04.2011, 14:39 Uhr
Kamal, es gibt Gruppen auf FB die sich gemeinsam auf die Formal einigen “Der Islam gehört nicht zu Deutschland” Wie siehst Du das? Ich bin hin- und hergerissen. Wenn ich dein tolles video sehe , denke ich doch, gehört er gerade. Ich glaube aber die meisten Deutschen wissen kaum etwas über Isam.
katrin
katrin  3.04.2011, 14:17 Uhr
Fanatische Muslime haben in Afghanistan seit Freitag 20 Menschen getötet – eine Reaktion auf die Koranverbrennungen fundamentalistischer Christen im US Bundesstaat Florida. Und wieder verbreiten Fanatiker im Namen des Glaubens Terror – das Thema Zündstoff Glaube wird auch Thema hier bei talk to the enemy. Unsere Vblogger werden sagen, was sie von religiösem Fanatismus halten, wie Gewalt im Namen des Islam und des Christentums auf friedliche Gläubige wirkt.
Barino
Barino  3.04.2011, 11:08 Uhr
@restless1: Wusstest du, dass dies ein biblischer Leitsatz aus dem Alten Testament ist? Tobit 4,15: “Was dir selbst verhasst ist, das mute auch einem anderen nicht zu!” Auch Jesus greift diesen Grundsatz in Matthäus 7,12 auf. Jesus sagt: “Alles, was ihr also von anderen erwartet, das tut auch ihnen! Darin besteht das Gesetz und die Propheten. “
restless1
restless1  3.04.2011, 02:24 Uhr
Unsere Gesellschaft kennt keine Moral deshalb suchen wir sie in der Religion… warum sollten wir auch moralisch miteinander umgehen… es gibt für unser Handeln keine Konsequenzen in jeglicher Art und Form… ich halt mich immer an die Leitsätze ” So Du mir…. so ich Dir ” und ” Was Du nicht willst was man Dir tut das füg auch keinem Andern zu” damit kommt man gut durchs Leben…
Muslima-Aisha
Muslima-Aisha  3.04.2011, 00:14 Uhr
Barino
Barino  2.04.2011, 10:47 Uhr
Für mich ist Geld nur ein Mittel zum Zweck. Aber du hast recht, für viele ist die wahre Religion das Geld. Auch Jesus sagt dies schon und will die Menschen von der Anbetung des Geldes befreien und sie zu wahren Anbetern des wahren Gottes machen: Jesus spricht “Matthäus 6, 24-34) 24 Niemand kann zwei Herren dienen; er wird entweder den einen hassen und den andern lieben oder er wird zu dem einen halten und den andern verachten. Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon. 25 Deswegen sage ich euch: Sorgt euch nicht um euer Leben und darum, dass ihr etwas zu essen habt, noch um euren Leib und darum, dass ihr etwas anzuziehen habt. Ist nicht das Leben wichtiger als die Nahrung und der Leib wichtiger als die Kleidung? 26 Seht euch die Vögel des Himmels an: Sie säen nicht, sie ernten nicht und sammeln keine Vorräte in Scheunen; euer himmlischer Vater ernährt sie. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie? 27 Wer von euch kann mit all seiner Sorge sein Leben auch nur um eine kleine Zeitspanne verlängern? 28 Und was sorgt ihr euch um eure Kleidung? Lernt von den Lilien, die auf dem Feld wachsen: Sie arbeiten nicht und spinnen nicht. 29 Doch ich sage euch: Selbst Salomo war in all seiner Pracht nicht gekleidet wie eine von ihnen. 30 Wenn aber Gott schon das Gras so prächtig kleidet, das heute auf dem Feld steht und morgen ins Feuer geworfen wird, wie viel mehr dann euch, ihr Kleingläubigen! 31 Macht euch also keine Sorgen und fragt nicht: Was sollen wir essen? Was sollen wir trinken? Was sollen wir anziehen? 32 Denn um all das geht es den Heiden. Euer himmlischer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. 33 Euch aber muss es zuerst um sein Reich und um seine Gerechtigkeit gehen; dann wird euch alles andere dazugegeben. 34 Sorgt euch also nicht um morgen; denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat genug eigene Plage.” Alles wofür Jesus gekommen ist, ist die Befreiung der Menschen von falschen Gottern. Er gibt uns die kraft in Kommunion mit dem wahren Gott einzutreten und uns zu befreien. Leider ist es aber so, dass viele Menschen sich lieber dem Geld unterwerfen und es anbeten. SIe haben sie zwischen Gott und dem Mammon (Geld) für das Geld entschieden. Dies beutetr aber nicht, dass das Christentum Geld verurteilt. Wir dürfen es aber nicht zu unserem Gott erheben und müssen es freudig auch für die Armen und bedürfigen ausgeben.
kritiker
kritiker  2.04.2011, 08:22 Uhr
@Aisha, Du bist zum Islam übergetreten, warum? Und wieso steht in Lebensmottto, der Staat habe dich dazu gemacht, was du bist und nun bekämpfe er dich? Das hört sich für mich nach einer spannenden Geschichte an. Wie bist Du zum Islam gekommen?
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