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Warum Hagar ihr Baby beschneiden lässt und nicht versteht, daß sich Deutsche da einmischen

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" ZÜNDSTOFF GLAUBE - CHRISTEN DEBATTIEREN MIT MUSLIMEN "

Mohammed – aus historischer Sicht

Mohammed, arabisch Muhammad, wird ca. 570 n.Chr. in Mekka als Sohn des Kaufmanns Abd Allah und dessen Frau Amina geboren. Seine Eltern sterben früh, – sein Vater kurz vor oder nach seiner Geburt, seine Mutter, als er sechs Jahre alt ist. Danach wächst er bei seinem Großvater und später bei seinem Onkel Abu Talib auf. Er wird Karawanenführer und heiratet die wohlhabende Witwe Chadidscha, mit der er mehrere Kinder hat. Nach dem Tode seiner Frau im Jahre 619 heiratet Mohammed im Laufe der Jahre noch neun weitere Frauen. Er bleibt jedoch ohne männliche Nachkommen. Auf seinen Karawanenreisen kommt er mit Juden und Christen in Kontakt. Mekka ist zu dieser Zeit ein wohlhabendes Handelszentrum.

Um 610 hat Mohammed sein »Berufungserlebnis«, als er sich zur Meditation in eine Höhle am Berg Hira bei Mekka zurückzieht. Er begegnet dem Engel Gabriel, der ihm die Worte »Du bist der Gesandte Gottes« übermittelt. In dieser und weiteren Begegnungen wird Mohammed der göttliche Befehl erteilt, Buße und Wohltätigkeit zu predigen und die Menschen daran zu erinnern, dass es nur einen einzigen Gott gibt, und dass sie diesem völlige Unterwerfung (»Islam«) schuldig seien. Den Menschen wird das Jüngste Gericht in Aussicht gestellt, das die Frommen mit dem Paradies belohnt und die Ungläubigen mit Höllenqualen bestraft. Mohammed erhält eine Reihe von Gottesoffenbarungen, sogenannte »Suren«.

Zuerst vertraut sich Mohammed nur seiner Frau und wenigen Angehörigen an, doch im Laufe weniger Jahre wächst die Anhängerschar der ersten Muslime so sehr, dass sie, die den traditionellen Götterkult der Mekkaner scharf ablehnen, in immer stärkere Konflikte mit der Bürgerschaft geraten. Zwischen Juli und September 622 verlassen er und etwa 70 Muslime Mekka, weil sie dort ihres Lebens nicht mehr sicher sind. Sie werden freundlich in der Stadt Medina aufgenommen, wo sich schon vorher ein beträchtlicher Teil der wichtigen Bürger zum Islam bekehrt hat. Dieser Auszug (»Hidschra«) von Mekka nach Medina ist der Beginn der islamischen Zeitrechnung.

Mohammed wird nach kurzer Zeit zum Regenten und baut zwischen 622 und 632 Medina zu einem – aus islamischer Sicht – mustergültigen Stadtstaat nach Allahs Prinzipien aus. Die Ansprachen Gottes, die Mohammed in Medina erhält, tragen zur Herausformung dieses besonderen Gemeinwesens bei. In seiner Funktion als Statthalter Allahs setzt Mohammed alle wichtigen religiösen Gebote, die den Islam bis heute kennzeichnen, in die Politik um. In seiner Rolle als weltlicher Herrscher muss er sich auch um Gesetzgebung, Sozial­refor­men, Stammestraditionen, Kriegführung und Wirtschaftsbelange kümmern. Seine politische Macht festigt er auch mit Vertreibungen und Hinrichtungen von Personen und Stämmen, die gegen ihn opponieren oder konspirieren. Die meisten dieser Gegner sind Juden.

In diesen Jahren kommt es immer wieder zu Spannungen, Raubüberfällen und Feldschlachten zwischen den Medinensern unter Mohammeds Führung und den Mekkanern. 630 wird Mekka eingenommen. Der Prophet lässt im heiligen Bezirk um die Kaaba alle Götzenbilder zerstören – bis auf den »Schwarzen Stein«. Er erklärt Mekka zur »Heiligen Stadt des Islam«. Mohammed und seine Getreuen unternehmen weitere Feldzüge und unterwerfen den größten Teil der arabischen Halbinsel für den Islam. Am 8. Juni 632 stirbt der Prophet in Medina ohne eine Nachfolgeregelung getroffen zu haben. Die Suren werden bald nach seinem Tode zum Koran zusammengestellt. Bis 661 werden die Muslime religiös und militärisch von vier aufeinanderfolgenden Kalifen geführt, von denen drei Attentaten zum Opfer fallen. Bis 711 erobern die muslimischen Heere weite Teile des Nahen Ostens, Nordafrika und Spanien.

( Stephan Surya Nagel )