Warum Hagar ihr Baby beschneiden lässt und nicht versteht, daß sich Deutsche da einmischen

Die Debatte um Beschneidung hat Hagar mitten in ihrer Schwangerschaft überrollt. Daß ihr zweites Kind ein Junge ist, war klar und somit auch, daß das Baby beschnitten wird. Hagar ist israelische Jüdin, lebt derzeit in Deutschland. Hier soll auch das Baby zur Welt kommen. Für Hagar ist klar: Der Junge wird beschnitten, schließlich ist er Jude. Daß ausgerechnet Deutsche jüdischen Eltern vorschreiben wollen, ob sie ihre Kinder beschneiden dürfen – Hagar findet das nicht ok. Für sie gehört die Beschneidung einfach dazu und wenn es verboten wäre, dann hätte sie es in Israel machen lassen.

Die Debatte wirft viele Fragen auf – nicht zuletzt die: Ist es ein Zeichen von Antisemitismus, wenn Deutsche Juden, die ihre männlichen Nachkommen beschneiden lassen, Köperverletzung vorwerfen?

Was meint ihr dazu? Talk to the enemy: Sagt eure Meinung!

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Klaus der zweite
Klaus der zweite  31.01.2013, 10:28 Uhr
Ein Video mit Untertitel? Ihr wollt also das Niveau etwas anheben. :o)

Meine Erfahrung ist, das die Ansicht ob die Beschneidung (bei Jungen) Körperverletzung ist, exakt der religiösen Grundeinstellung entspricht. Gläubige Juden/Muslime halten es für einen harmlosen Eingriff, Menschen die den Religionen Kritisch gegenüberstehen sehen die Folgen hingegen für nicht tragbar.

Ich finde es sehr schwierig zu beurteilen, wie schwer die Folgen der Beschneidung tatsächlich sind.
katrin
katrin  21.01.2013, 18:55 Uhr
Juristisch ist das Thema vom Tisch, doch ein schlechter Nachgeschmack bleibt. Daß ausgerechnet Deutsche Juden verbieten wollen, ihre Nachkommen zu beschneiden, das halten wiederum manche Juden für ein Zeichen von Antisemitismus. Worum geht es also? Und wer hat die besseren Argumente in dieser Debatte? Wir lassen nicht nur eine Frau zu Wort kommen, die gerade vor der Entscheidung steht – ihr Baby wird bald geboren. Demnächst hier ein weiterer Beitrag: Berlins Mohel, der einzige Mann, der religiöse Beschneidungen in Berlin durchführen darf, sagt seine Meinung. So viel schon vorab: Er geht hart ins Gericht mit den Kritikern der Beschneidung.